Neue Operationstechnik Die transluminierte Miniphlebektomie nach Flor ermöglicht durch Visualisierung der Venengeflechte ein                             schonendes operatives Vorgehen.

Zur Entfernung der Seitenäste wird über einen kleinen Einstich (5 mm) ein Lichtstab unter der Haut vorgeschoben. Über diesen Lichtstab wird zunächst eine Kochsalzlösung in das betroffene Areal eingebracht. Der unter dem Venennetz positionierte Lichtstab bewirkt nun eine exzellente Darstellung der erweiterten Venen. Eine Präparation unter Sicht wird dadurch ermöglicht. An günstigen Stellen, z.b. Kreuzungsstellen oder an Durchtrittspunkten der oberflächlichen Venen in die Tiefe können nun kleine Einstiche vorgenommen werden. Mit dem Varadyhäkchen lässt sich dann die Vene unter Sicht fassen und bergen. Dies gelingt durch die zuvor eingebrachte Kochsalzlösung (Hydrodissektion) außerordentlich rasch und effizient.

Bei den bisherigen Eingriffen zeigte sich, dass durch die neue Technik zahlreiche unnötige Incisionen entfallen und die Anzahl der Einstische deutlich reduziert werden konnte. Bei festhaftenden Venen, z. B. vor der vorderen Schienbeinkante oder nach vorangegangenen Entzündungen konnte ein unnötiges Manipulieren im Gewebe vermieden werden. Venöse Blutungen und Blutergüsse, wie sie sonst häufig nach Operationen vorkamen, waren kaum noch zu verzeichnen.

Das Verfahren ist maximal gewebeschonend. Das Verletzungsrisiko von Lymphgefäßen und sensiblen Hautnerven ist geringer. Allerdings muss postoperativ mit einer Sekretion durch die Einstiche gerechnet werden, wodurch ein postoperativer Wechsel des Kompressionsstrumpfes erforderlich werden kann. Aufgrund des erhöhten technischen Aufwandes ist das Verfahren sicher nicht bei einfacher Seitenastvarikose zu empfehlen. Bei ausgedehnten Fällen über große Areale stellt jedoch die transluminierte Miniphlebektomie eine hervorragende Methode dar.

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